O, es waren schwere Zeiten
für die Kirche, Christi Braut.
Als entfacht die Wut der Heiden -
„Christenblut“ so schrien sie laut.
:|: Laurentius auch, dem Diakon,
Palme winkt und Siegeskron’. :|:
Voll der Sorge für die Armen
teilt er noch der Heil’gen Gut,
denn all’ waren voll Erbarmen -
o sie drang der Liebe Glut.
:|: Und es ruft dem Diakon
Gott des Vaters ewiger Sohn. :|:
Vorgeführet dem Tyrannen,
kämpft er mutig heil’gen Streit.
Henker rissen ihn von dannen,
doch für ihn war’s sel’ge Freud.
:|: Laurentius, edler Diakon,
leidest bittren Spott und Hohn. :|:
Hingestreckt auf glühendem Roste
ward ihm unsagbare Qual.
Doch für ihn zu höchstem Troste -
schaut im Geist der Sel’gen Zahl.
:|: Laurentius, tapfrer Diakon,
dein wird sein des Himmels Lohn. :|:
Ganz sollt’ seine ird’sche Hülle
auf dem Rost verzehret sein.
Denn er sprach: es ist mein Wille,
dass noch größer werd’ die Pein.
:|: Laurentius, mut’ger Diakon,
bist der Kirche Heldensohn. :|:
Lehre uns auch solche Liebe,
die so ganz ihr Leben weiht
einzig diesem heren Triebe,
dass auch uns wird’ Himmelsfreud’.
:|: Laurentius, heil’ger Diakon,
bitt für uns an Gottes Thron. :|: