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Ringmauer

Die Ringmauer der Hetzleser Wehrkirche, die Kirche und Friedhof umschloss, war von drei Rundtürmen und einem Viereckturm flankiert. Nach Aussage alter Hetzleser Bürger war die Kirchenburg ein langgezogenes Rechteck. Die Rundtürme an der Nord-, Ost- und Südecke der Ringmauer und der Viereckturm an der Westseite umschlossen einen Brunnen, dessen Mauereinfassung noch vorhanden ist und erst bei Errichtung der Priestergruft im Friedhof 1957 eingefüllt wurde. Die Rundtürme sprangen aus der Festungsmauer etwas hervor und ermöglichten dadurch den seitlichen Ausblick. Die Wehrmauer hatte zwei Etagen mit Laufgang. Der Mauerkranz des oberen Stockwerkes war mit Schießscharten versehen und zur Verteidigung eingerichtet. Vom östlichen Wehrgang führte ein Laufsteg zum Kirchturm; eine vermauerte Tür und zwei Steinkonsolen zeugen heute noch davon. Von Nordosten her führte ein großes Tor in das Innere der Kirchenburg; in deren Mitte stand die mittelgroße, etwa 300 Menschen fassende Kirche und befand sich der Friedhof.